Zündspule: Unterschied zwischen den Versionen

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* Jede Zündspule bedient also je 2 Zylinder, einmal zum Zünden und einmal technisch bedingt ohne Wirkung beim "Auspuffen" (das heisst "lost spark").
 
* Jede Zündspule bedient also je 2 Zylinder, einmal zum Zünden und einmal technisch bedingt ohne Wirkung beim "Auspuffen" (das heisst "lost spark").
  
Die Zündspule besteht aus einem Eisenkern und darauf 2 Wicklungen (Primär- und Sekundär-Wicklung). In der Zündspule wird zwischen zwei Zündungen Spannung an die Primärwicklung angelegt, die die Spule auflädt. Soll der Funke erzeugt werden, wird die nötige Spannung durch die Sekundärwucklung abgegeben.
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Die Zündspule besteht aus einem Eisenkern und darauf 2 Wicklungen (Primär- und Sekundär-Wicklung). An die Primärwicklung der Zündspule wird zwischen zwei Zündungen Spannung für eine bestimmte Zeit ("Dwell Time") angelegt, die die Spule auflädt. Soll der Funke erzeugt werden, unterbricht das Steuergerät die Aufladung, und die Sekundär-Wicklung entlädt sich schlagartig, wodurch die nötige Spannung für den Zündfunken erzeugt wird.
  
Um die Zündspannung an die Zündkerze via Zündkabel zu freizugeben, benötigt man ein Schaltelement: Die [[PTU]] (eine Art Leistungs-Transistor).
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Die Aufladung der Primär-Wicklungen und die Unterbrechung der Primär-Ladespannung zur Entladung der Sekundär-Wicklung erfolgt über die [[PTU]], die wiederum von der [[ECU]] angesteuert wird.
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Hier kommt als das Timing der Zündung her.
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Um die Zündspannung an die Zündkerze zu bringen, gibt es die (dicken) Zündkabel. Deren Eigen-Widerstand ist eine wichtige Kenngröße; wenn das nicht passt, äußert sich das entweder durch deutliches Knattern im Radio und Störungen auf den Sensor-Leitungen, oder durch einen instabilen oder zu schwachen Zündfunken.
  
Wann der Zündfunken ausgelöst wird, steuert die [[ECU]] über die besagte [[PTU]].
 
  
 
[[Kategorie: Technik]]
 
[[Kategorie: Technik]]

Aktuelle Version vom 5. Januar 2025, 16:50 Uhr

Wie funktionieren Zündspulen

Das ist ein längeres Thema, hier die Kurzfassung:

  • Um das Gemisch im Zylinder unter dem bestehenden hohen Druck zu entzünden, benötigt man einen Funken (ist ja kein Selbstzünder = Dieselmotor). Beachte aber Motorklopfen!
  • Der Funke wird durch die Zündkerze erzeugt.
  • Die Zündkerze wird mit einer sehr hohen Spannung versorgt.
  • Diese Spannung wird durch eine Zündspule bereitgestellt und durch ein Zündkabel zur Zündkerze geleitet.
  • Der 3000GT hat 3 Zündspulen und 6 Zündkerzen und auch 6 Zündkabel.
  • Jede Zündspule bedient also je 2 Zylinder, einmal zum Zünden und einmal technisch bedingt ohne Wirkung beim "Auspuffen" (das heisst "lost spark").

Die Zündspule besteht aus einem Eisenkern und darauf 2 Wicklungen (Primär- und Sekundär-Wicklung). An die Primärwicklung der Zündspule wird zwischen zwei Zündungen Spannung für eine bestimmte Zeit ("Dwell Time") angelegt, die die Spule auflädt. Soll der Funke erzeugt werden, unterbricht das Steuergerät die Aufladung, und die Sekundär-Wicklung entlädt sich schlagartig, wodurch die nötige Spannung für den Zündfunken erzeugt wird.

Die Aufladung der Primär-Wicklungen und die Unterbrechung der Primär-Ladespannung zur Entladung der Sekundär-Wicklung erfolgt über die PTU, die wiederum von der ECU angesteuert wird. Hier kommt als das Timing der Zündung her.

Um die Zündspannung an die Zündkerze zu bringen, gibt es die (dicken) Zündkabel. Deren Eigen-Widerstand ist eine wichtige Kenngröße; wenn das nicht passt, äußert sich das entweder durch deutliches Knattern im Radio und Störungen auf den Sensor-Leitungen, oder durch einen instabilen oder zu schwachen Zündfunken.